So. 02.10.22 Hörfest Neue Musik

Im Sternenlicht
So. 02.10., Beginn 17 Uhr,
Einlass ab 16:30 Uhr

Studio Musikfabrik:

Catherine Milliken   Pollok (2017) (nach Jackson Pollocks action painting)

Gordon Kampe   Nachtwächter. Eine Chaconne. (2021/22) 

Younghi Pagh-Paan   Im Sternenlicht (2018/2019)

Vinko Globokar   NN

Studio Musikfabrik (Ltg. Peter Veale)

 

Expressionen
Beginn 19 Uhr


Trio Klangspektrum

Juliane Klein (*1966) -  Aus der Wand die Rinne

Annette Schlünz (*1964) - in den flüssen

Cecilia Damström - Expressionen op. 27

Paula Breland, Klarinette | Jennifer Aßmus, Violoncello | Anna-Katharina Schau, Akkordeon

 

Chaos und Stille
Beginn 20 Uhr

Ensemble Horizonte:

ein audiovisueller Diskurs

In CHAOS UND STILLE vereinen sich zeitgenössische Musik und künstlerischer Film zu einer transzendentalen Komposition über die kollektive Sehnsucht nach Stille. Ziel ist die Synthese aus einem Konzert, das filmisch fragmentiert wird und einem Film, der um die Entstehung des Musikwerkes kreist.
Stille ist ein paradoxes Phänomen. Sie definiert sich vor allem über ihre Abwesenheit. Absolute Stille gibt es nicht. Selbst die Pause sämtlicher akustischer Reize verweist uns auf das laute, innere Vorgehen. Jedoch erlebt unsere Vorstellung davon, genauer: unsere Sehnsucht nach Stille, gegenwärtig eine Blütezeit.
Mit „Chaos und Stille“ möchten wir einen Raum schaffen, in dem sich Zuhörer und Zuschauer der Stille öffnen und hingeben können. Dabei transponiert Anatol Schuster die musikalischen Werke in fragmentarische Bilder. Mit der Synergie von Ensemble, Komponist und Filmemacher möchten wir ein neues Konzertformat erproben, das - analog zur Stille - mit dem Paradox von An- und Abwesenheit spielt.
Im Konzert werden die spielenden Musiker*innen simultan auf Leinwände projiziert. Diese ergeben einen Innenraum, in dem die Zuhörer Platz finden. Der „Raum der Stille“ wird von allen Seiten mit der Musik erfüllt. Das Konzert ist zugleich ein Echtzeiterlebnis, wie auch ein für weitere Zuhörer wiederholbares Ereignis, das zugleich ein individuelles wie kollektives Erleben von Stille ermöglicht.  
Die Projektionen bestehen aus übereinander gelagerten Bildebenen. Die Aufnahmen, die die Musiker*innen beim Spielen portraitieren, mischen sich mit poetischen Alltagsbeobachtungen. Großstädtische Bildfragmente der Geschwindigkeit und des Lärms werden in Kontrast gesetzt zu Portraits von wartenden, versunkenen, träumenden Menschen. Dabei korrespondiert der visuelle Rhythmus mit der Komposition und die Melodie der Bilder verschmilzt mit dem Klang der Musik.

 Henrik Ajax (*1980) - “Stille” (Auftragskomposition) 
                                    für Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Klavier und Streichquartett 

Toshio Hosokawa (*1955) - Neben dem Fluss (1984) 
                                           für Harfe solo

Jörg-Peter Mittmann (*1962) - Fragile Harmonie (2019) 
                                                für Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Klavier und Streichquartett 

Younghi Pagh-Paan (*1945) - Rast in einem alten Kloster (1992/94) 
                                               für Bassflöte solo 

Fréderic Pattar (* 1969) - Contrainte de lumière (2008) 
                                        für Bassflöte, Bassklarinette, Harfe, Viola und Violoncello 

Gioacinto Scelsi (1904-1988) - Arc en ciel (1973) 
                                               für zwei Streicher 

Salvatore Sciarrino (*1947) - muro d’orizzonte (1996)
                                              für Flöte, Englischhorn und Bassklarinette

Eintritt frei. Spenden willkommen.

Sonntag, 02. Oktober 2022