ResiDance

Community Dance Projekte der Peter Gläsel Stiftung

“Dance has enormous potential as an agent for personal transformation and community development” - Royston Maldoom

Community Dance – Tanz von Laien unter Anleitung erfahrener und international anerkannter Choreographen – wenn man dies liest, kann man sich vermutlich weder vorstellen, was dies für die Mitwirkenden verändert, noch welche Eleganz und Schönheit menschlicher Bewegung bei den Aufführungen zu sehen ist.

Es wird erlebt, wie selbstverständlich aus unterschiedlichen und sich fremden Menschen eine Gemeinschaft um ein gemeinsames Ziel herum entsteht, dass es auf jede und jeden einzelnen ankommt, Tanz zu Perfektion und Anmut zu führen. Lernen, wer man ist und was man kann, dass Verschiedenheit ein Gewinn ist, dass Anstrengung zum Erfolg führt und Erfolg anerkannt wird – und all dies durch drei, vier Wochen gemeinsames Tanzen, verbunden mit einer Aufführung am Schluss.

Die Philosophie des Community Dance, wie sie Royston Maldoom, Janice Parker, Tamara McLorg, Mags Byrne und Josef Eder vertreten, hat stets die Kunst, die Menschen und die Nachhaltigkeit des Projekts im Blick. Das bedeutet, dass eine auf länger angelegte Entwicklung von wiederkehrenden Tanzprojekten mit Laien eine Basis haben muss, die viele Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und körperlicher Voraussetzungen in die Kunstform des Tanzes einbezieht.

Seit Anfang Februar 2008 hat die Peter Gläsel Stiftung eine Kooperation mit Royston Maldoom. Unter dem Titel „ResiDance - Rhythm to Dance“ wurde im April 2008 in der Stadthalle ein erstes Projekt verwirklicht, im September 2008 fand eine weitere spektakuläre Aufführung im Hangar 21 unter dem Titel „ResiDance - Across A Clear Blue Sky“ statt. Mitwirkende im Alter zwischen 12 und über 80 Jahren, live gespielte und eigens für die Choreographie von Chris Benstead komponierte Musik sowie das Lichtdesign von Pete Ayres verzauberten den Hangar und die Zuschauer gleichermaßen.

Workshops für Lehrerinnen und Lehrer im Mai sowie ein Master-Workshop für Tänzerinnen und Tänzer im Juni 2008 trugen ebenfalls dazu bei, dass eine langfristige Verankerung von Community Dance in der Region Ostwestfalen-Lippe erreicht werden kann. Diese Qualifizierung und Einbindung von Gruppen und Einzelmitwirkenden, der Aufbau eines Pools von Verantwortlichen ist notwendig, um kleinere, dezentrale Projekte eigenständig planen und umsetzen zu können.

Über die Region Ostwestfalen-Lippes hinaus hat sich ein internationales Netzwerk unter dem Titel „Dance the Tolerance / Tanz die Toleranz“ gebildet, dem neben der Peter Gläsel Stiftung in Detmold das Grone Netzwerk in Hamburg, die Caritas in Wien/Österreich und Dance United in Belfast/Nordirland angehören. Internationale Kooperation, Austausch von Mitwirkenden und Choreographen, gemeinsame Projekte sowie die systematische Ausweitung von Community Dance Projekten ist das erklärte Ziel aller Beteiligten.

Weitere Workshops und Aufführungen werden auch in Detmold stattfinden.
Informationen zu aktuellen Community-Dance-Projekten der Peter Gläsel Stiftung finden Sie unter www.pg-stiftung.net/residance.html.

Peter Gläsel Stiftung
Allee 15
32756 Detmold
Telefon: +49 (5231) 308 26-13
Telefax: +49 (5231) 308 26-10
E-Mail: a.wegwerth[at]pg-stiftung.net
Internet: www.pg-stiftung.net

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Fotograf: Martin Brockhoff.